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DER WIESMANN GT MF4 – AUFREGEND ANDERS

Der Erfolg des Roadster-Konzeptes geht auf eine gelungene Synthese aus klassischem Design und modernster Technik zurück. Dadurch wurden Friedhelm und Martin Wiesmann ermutigt, auf der Roadster-Basis einen neuen, ebenso faszinierenden Sportwagen zu entwickeln, den Wiesmann GT MF4.
Dieses zweisitzige Coupé feierte unter starker Beachtung der Fachwelt auf der IAA 2005 in Frankfurt seine Weltpremiere als Serienfahrzeug.
Trotz der klassischen Formensprache, die vom Wiesmann-Roadster ausgehend weiterentwickelt wurde, entstand ein komplett neues Fahrzeug. Die Basisdaten lieferte der Wiesmann-Renn-GT, der als Versuchsträger unter extremen Bedingungen während des 24 Stunden-Rennens auf dem Nürburgring im Jahre 2002 getestet wurde.
Da von vornherein feststand, dass dieses Fahrzeug sich vom Roadster nicht nur optisch sondern auch von den Grunddaten her absetzen musste, war der Entwicklung viel Spielraum eingeräumt worden. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Motorisierung. Sie sollte unter allen Umständen ein neues Glanzlicht darstellen.
Da Hubraum bekanntermaßen durch nichts ersetzt werden kann außer durch noch mehr Hubraum, hatte man sich schnell mit dem Gedanken angefreundet, einen BMW Acht-Zylinder-V-Motor mit 4,8 Liter Hubraum einzubauen.
Dies bedingte primär einen größeren Motorraum als beim Roadster, hatte also zur Folge, dass alle Dimensionen des Wiesmann-GT sich daran orientieren mussten.
So wuchs der GT im Vergleich zum Roadster in allen Dimensionen: die Höhe legte um drei Zentimeter zu, die Breite um elf, die Länge um stolze 37 Zentimeter. Dem etwas höheren Kraftstoffverbrauch des großvolumigen Motors wurde durch ein um zehn, auf 70 Liter vergrößertes Tankvolumen Rechnung getragen, um eine angemessene Reichweite auf längeren Etappen zu gewährleisten. Die Herausforderung an die Ingenieure lautete nun, die Motorleistung in Dynamik des Fahrzeuges umzusetzen. Üblicherweise besitzt ein größeres Fahrzeug auch ein höheres Eigengewicht, das wiederum die Leistungsdaten negativ beeinträchtigt. Aus dieser Umklammerung löste man sich durch die Konstruktion eines Aluminium-Monocoques, wie es von der Rennsportszene bekannt ist. Dadurch hielt sich der Gewichtszuwachs in Grenzen und fiel mit 70 kg äußerst bescheiden für ein derart großes Fahrzeug aus. Die Karosserie besteht aus leichtem, hochwertigem, glasfaserverstärktem Verbundwerkstoff und wird in bewährter Manier mit dem Aluminium-Monocoque verbunden.
Die Xenon-Hauptscheinwerfer sorgen für einwandfreie Sicht bei Dunkelheit; die aus Leuchtdioden bestehenden Rückleuchten ergeben nicht nur eine einwandfreie Signalisierung für nachfolgende Fahrzeuge sondern sorgen auch für ein unverwechselbares Erscheinungsbild des Wiesmann-GT bei Nacht.
Mit einem Leistungsgewicht von 3,41 kg/PS ist der Wiesmann GT MF4 in der Spitzengruppe der Sportwagen zu finden. Der tiefe Schwerpunkt des Fahrzeuges, das perfekt abgestimmte Fahrwerk in Verbindung mit dem bulligen Drehmoment des Motors, die ideale Gewichtsverteilung und die optimale Sitzposition für Fahrer und Beifahrer sorgen für ungetrübten Fahrspaß, bei dem der Weg das Ziel ist.
Der Wiesmann-GT ist ein individueller Sportwagen mit klassischem Design, der perfekt in die automobile Landschaft passt und der sich seine Nische erobern wird.


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