Fast
niemand außer uns selbst hat daran geglaubt, dass ein
kleines Unternehmen eine eigene Fahrzeugproduktion aufbauen
kann und dabei über das Stadium einer "Bastelbude"
hinauskommt. Ende 1988, nach dem Tode des großen Vorbildes
Enzo Ferrari, brach in Deutschland eine Euphorie aus: viele
Unternehmen aus der Automobilbranche wollten einen Nischen-Sportwagen
kreieren und es dem großen Ferrari nachmachen. Auch wir,
Martin und Friedhelm Wiesmann, waren von dieser Idee begeistert
und machten uns daran, sie Realität werden zu lassen. Fast
keiner hat diesen mutigen Schritt wirtschaftlich überlebt.
Entweder ist man an den TÜV-Hürden gescheitert, an
der Finanzierung oder am Veto der Großkonzerne, die ihre
Technik nur in Ausnahmefällen kleinen Autobauern überlassen.
Auch war häufig der Blick für die Marktbedürfnisse
durch die eigenen Träume so verblendet, dass Produkte einfach
nicht verkäuflich waren.
Wiesmann hat die Gefahren rechtzeitig erkannt und auch andere,
verkäufliche Produkte entwickelt (z.B. Hardtops), die einerseits
für das wirtschaftliche Überleben sorgten und uns
andererseits den notwendigen Respekt von der Großindustrie
einbrachten, was schließlich zu einem Belieferungsvertrag
für Antriebstechnik zwischen der BMW AG und Wiesmann führte:
Der Wiesmann-Roadster mit BMW-Technik war geboren.